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Kratzinschriften auf der Rückseite

Auf seiner Rückseite weist der Altar insgesamt über 260 Inschriften auf, die in den Kreidegrund eingeritzt wurden. Sie wurden teilweise überlappend angebracht, so dass eine Zuordnung von fallweise vorhandenen Jahreszahlen zu den Inskriptionen selbst bisweilen nur über den zeittypischen Schriftstil möglich ist. Im Rahmen des Forschungsprojekts untersucht PD Dr. Wolfgang Meighörner die Sgraffitti. Eine hochaufgelöste, mit Raster versehene Gesamtaufnahme der Rückseite ist abrufbar unter:
http://www.spherea3d.com/download/ferdinandeum/altar_schloss_tirol/rueckseite_zoom/

Die Ritzungen datieren von der Mitte des 15. Jahrhunderts bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts. Initialen, Wappen, Sinnsprüche, ja ganze Namen mit Funktionen ihrer Träger belegen die Bedeutung, die dem Altar beigemessen wurde – und zugleich das immer wiederkehrende Bedürfnis der Menschen, sich „zu verewigen“.

Die oben abgebildete Inskription liest sich wie folgt:

15 [liegender Fisch als Zeichen Christi] 26
Ewig mich got […] mit der Kraft
H. Kollinger