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Startschuss des Forschungsprojekts

Am 28. April 2016 fand im Ferdinandeum eine Besprechung mit VertreterInnen des Bundesdenkmalamts statt, um den gegenwärtige Zustand des Altars von Schloss Tirol zu erörtern. Dipl. Rest. (univ.) Laura Resenberg, Leiterin der Abteilung für Gemälde-, Skulptur- und Kunstgewerberestaurierung in den Tiroler Landesmuseen, informierte über Ziele und Maßnahmen geplanter kunsttechnologischer Untersuchungen, die in drei Etappen verlaufen sollen:

Phase 1: Bestandserfassung der hölzernen Konstruktion des Altars durch bildgebende Verfahren

  • Röntgenaufnahmen; sofern zerstörungsfrei möglich: Holzartenbestimmung
  • maßgetreue Zeichnung und Erstellung eines 3D-Modells
  • RTI-Aufnahmen

Phase 2: Untersuchung der Oberflächengestaltung des Altars

  • Lokalisierung von Abklebungen der Holzoberfläche mit Tierhaut und Textil an Eckverbindungen oder Stellen mit Holzfehlern
  • hochauflösende Infrarotaufnahmen und UV-Aufnahmen zur Lokalisierung von Unterzeichnungen und Übermalungen
  • stereomikroskopische Untersuchung der Grundierung, Farbschichten, Vergoldung, Versilberung, und Punzierungen
  • zerstörungsfreie Materialanalytik mittels Röntgenfloureszenz-Analyse

Phase 3: Erstellung eines Konzepts zur Konservierung/Restaurierung des Altars auf Basis der Untersuchungsergebnisse und dessen Umsetzung

Am 18. Mai 2016 erteilte das Bundesdenkmalamt die Genehmigung zur Anfertigung von Röntgenaufnahmen des Altars von Schloss Tirol. Die Zustimmung des Prämonstratenser Chorherrenstiftes Wilten, dem Besitzer dieses bedeutenden Kunstwerks, war bereits zuvor erteilt worden. Der Startschuss zur Durchführung des von den Tiroler Landesmuseen initiierten Forschungsprojekts ist somit gefallen.